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Server Day – Upgrades, Updates und Uptime

Gestern war mein Root Server das erste Mal nach ca. 350 Tagen Non-Stop-Betrieb, down. Woran es genau gelegen hat, habe ich noch nicht herausgefunden. Es könnte aber am Backup gelegen haben, da der Server sich gegen 3:00 Uhr verabschiedet hat.

Dies war aber auch eine gute Gelegenheit endlich mal die nötigen Updates einzuspielen. So habe ich erstmal Debian von Sarge auf Etch upgegradet, was auch auf Anhieb funktionierte.

Im gleichen Zug habe ich dann gleich noch PHP von 4 auf die Version 5 upgedatet (endlich!). Der Support für PHP 4 wird ja bekanntlich Ende dieses Jahres eingestellt. Da auf dem Server die Control Panel-Lösung Plesk läuft, welches eine eigene PHP Installation nutzt, kann man nicht so ohne Weiteres das Update starten. Installiert man aber vorher den „psa-php5-configurator“, stellt dies aber kein Hindernis mehr dar.
Das Server-Support-Forum, sowie Huschi’s Anleitungen, sind mir übrigens des öfteren eine grosse Hilfe beim Einrichten und Konfigurieren des Servers.

PHP 5 bringt einige grössere Änderungen mit sich. So werden die MySQL Client Libraries, aus Lizenz Gründen, nicht mehr mit PHP mitgeliefert, was sich aber durch die ensprechende Einstellung in der php.ini schnell beheben lässt.
Ein grösseres Problem bereiten da die DOM XML Funktionen von PHP 4. Diese wurden in PHP 5 nämlich nicht mehr integriert, und wurden durch die DOM Funktionen ersetzt. Zwei meiner Projekte nutzen die alten XML Funktionen, welche jetzt natürlich tolle Fehlermeldungen ausspucken. Bei dem ersten (grösseren) Projekt war nur ein sehr kleiner Teil der Webseite betroffen, und ich konnte die Funktion schnell umschreiben. Bei dem anderen Projekt, welches auf dem CMS Papyrix basiert, ist die Aktualisierung des Codes wesentlich umfangreicher. Dieses CMS, an dessen Entwicklung ich maßgeblich beteiligt war, nutzt intensiv die DOM XML Funktionen um die Menü-Struktur zu verwalten. Mal sehen ob ich bei meinem Ex-Ex-Arbeitgeber ein Update der betroffenen PHP Klassen erhalten kann.

Hoffentlich läuft die Kiste jetzt wieder mindestens 350 Tage ohne Ausfall.

Spamprotection mit Greylisting

Greylisting ist eine effektive Methode um Email Spam zu blocken. Das Prinzip ist recht einfach: die erste E-Mail eines unbekannten Absenders wird temporär abgewiesen und erst nach einem zweiten Zustellversuch angenommen. Ein Programm das Spam versendet, versucht oft nicht, eine Email ein zweites Mal an den selben Server zuzustellen. Ein regulärer (RFC-konform konfigurierter) SMTP-Server versucht hingegen immer mehrmals seine Emails abzuliefern. Im Wikipedia Artikel kann man die Funktionsweise von Greylisting im Detail nachlesen. Auch Vor- und Nachteile werden hier verständlich beleuchtet.

Ich habe jetzt auf meinen Server (auf welchem das Plesk Control Panel läuft) Greylisting nach Huschi’s Anleitung installiert. Dabei muss Qmail neu kompiliert werden, da SWsoft eine spezielle Version von Qmail mit Plesk ausliefert. Dies ist aber absolut kein Problem dank des sehr ausführlichen HowTo’s.

Zusätzlich habe ich Haggybear’s Plesk Greylisting Control Panel installiert, welches ein grafisches Interface zur Verwaltung des Greylistings im Control Panel von Plesk selbst bietet (siehe Screenshot). Die Anleitung findet man unter haggybear.de, und die benötigten Dateien der aktuellen Version findet man in diesem Thread des Server Support Forums (nach der letzten Version am Ende des Threads suchen).

Greylisting

Wie man sehen kann, funktioniert Greylisting hervorragend (939 Emails seit heute Nachmittag, davon wurden 928 Spam-Emails geblockt). Der grösste Nachteil ist wohl der eventuelle verzögerte zweite Auslieferungsversuch einer Email eines legitimen Absenders, wenn dieser noch nicht in der Whitelist aufgenommen wurde. Ist der Absender erstmal in der Whitelist, werden nachfolgende Emails immer sofort vom Server akzeptiert.

Ich werde das jetzt mal weiter beobachten, und hoffe den Spam so besser unter Kontrolle zu haben (und keine wichtigen Emails zu verlieren).