Archiv für Internet

Des Postmanns neue Kleider

Eben habe ich im Fernsehen (RTL Luxemburg) einen Werbespot für die neue Internetpräsenz der luxemburger Post gesehen. Im Spot wird angepriesen wie toll und übersichtlich die neuen Seiten sein sollen, und wie einfach die Navigation doch sei. Natürlich dauerte es keine 3 Sekunden bis ich bei pt.lu vorbei schaute.

Anschliessend dauerte es gerade mal 3 Klicks, und schon erschien die erste Fehlermeldung :

P&T Screenshot

„Klicken Sie hier um zurück zu Jahia zu kommen“. Sehr schön. Intelligente Fehlermeldungen sehen anders aus.

Von SEO hat die Web-Agentur, die die neue Präsenz erstellt hat, wohl noch nichts gehört. Die Startseite trägt passenderweise den Titel „Home“. Schlimmer wäre nur noch „Untitled document“. Aber auch die Unterseiten wurden recht nichtssagend betitelt.
Komplexe Adressen wie z.B. www.pt.lu/jahia/Jahia/Postes/pid/282 sind auch nicht besonders suchmaschinenfreundlich. Meta Tags, sei es Beschreibung oder Stichwörter, fehlen gänzlich.
Das tolle Navigationsmenü funktioniert ohne Javascript mal gar nicht. Hallo? CSS? Schon mal davon gehört?

Die Liste könnte ich sicher noch beliebig weiterführen. Und für den Mist wurde bestimmt wieder mal ordentlich gelöhnt, anstatt die DSL-Tarife für uns Kunden nach unten anzupassen … Aber was verlangt man von einem ex-staatlichen Betrieb?

Micro$oft will Yahoo kaufen

Heute verkündete Microsoft man wolle über 44 Milliarden Dollar hinblättern, um Yahoo aufzukaufen. Pro Aktie will man 31 Dollar zahlen, das ist ein Aufschlag von über 60 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs von gestern. Kein Wunder also, dass der Wert der Yahoo Aktie heute kurzerhand um über 50% nach oben schnellte.

Warum habe ich keine Yahoo Aktien? Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund weshalb ich keine Google Aktien habe. Wer kann sowas schon voraussehen?

Bei der FAZ kann man die genauen Hintergründe nachlesen.

ZAP.lu – 1 Million Pageviews am Tag

ZAPZAP.lu hat Anfang des Monats, als erste (!) luxemburgische Webseite, die magische Grenze von einer Million Pageviews an einem Tag durchbrochen.
ZAP ist eine Art luxemburgisches MySpace, wo Nightlife-Fotografen ihre Bilder hochladen, Mitglieder ihre eigenen Seiten erstellen, und Singles nach Bekanntschaften suchen können. ZAP ist 2007 aus dem Zusammenschluss von Alex.lu, Party.lu und Zeus.lu entstanden, die, jede Webseite für sich, schon beachtlichen Traffic generierten.
Somit ist ZAP heute die Trafficreichste Seite Luxemburgs, noch vor den News-Seiten von RTL Luxemburg und Wort. Da sieht man eigentlich wieder mal wie klein unser Land ist, und wie unbedeutend das luxemburgische Internet im Vergleich zum Rest der Welt ist.

Da ich die beiden Hauptaktionäre von ZAP, Alex und Patric, persönlich kenne, muss ich ihnen aber von hier aus einmal meinen Respekt für ihre Leistung über die letzten Jahre, ausdrücken. Es ist sicherlich nicht leicht ein solch großes Projekt, welches fast ausschließlich aus Werbeeinnahmen finanziert wird, auf dem Luxemburger Markt am Leben zu halten. Ich denke der Werbe-Etat für Online-Werbung ist bei den luxemburgischen Unternehmen immer noch sehr klein. Wenn man über die 3 größten Radiosender im Land schon fast die ganze Bevölkerung erreicht, wieso sollte man dann noch auf irgendwelchen luxemburgischen Webseiten Werbung schalten?

3 Wochen Facebook

FacebookVor gut 3 Wochen habe ich mich erstmals bei Facebook angemeldet. Zeit ein erstes Résumé zu ziehen.

Ich habe viele Freunde und frühere Mitschüler, unter den gut 60 Millionen (!) Mitgliedern bei Facebook, wiedergefunden. Da kann man dann nachlesen wer mittlerweile verheiratet ist, oder bereits Kinder hat, wo er im letzten Urlaub war, oder was er gerade tut. Soweit alles sehr nett.

Seitdem es die Facebook Developers Plattform gibt, können Entwickler ihre eigenen Programme anbieten, die in Facebook integriert werden können. So tummeln sich mittlerweile unzählige, zumeist unsinnige, bunte Boxen auf den Profilseiten vieler Mitglieder, die eigentlich nur noch nervig sind. Was mich aber am meisten stört, sind die Einladungen von Freunden um mal wieder irgendeine Applikation in meinem Profil zu installieren.
Bisher habe ich wirklich nur ein Plugin gefunden, welches wirklich Sinn macht, und welches ich in mein Profil integriert habe: den Birthday Calendar. Damit kann ich auf einen Blick sehen, welcher meiner Freunde in nächster Zukunft Geburtstag feiert.
Ansonsten hat sich mir immer noch kein wirklicher Nutzen dieser Plattform aufgetan.

Ein bischen neidisch auf den Milliarden-schweren Mark Zuckerberg, den jungen Gründer von Facebook, bin ich ja schon. Da zeigt sich mal wieder, dass die einfachsten Ideen doch immer noch die genialsten sind.

Pixelotto Finale

PixelottoMorgen ist es soweit: die Auslosung des Pixelottos findet statt! Doch der 21-jährige Alex Tew hatte sich eigentlich etwas mehr als 153.000 US Dollar vorgestellt. Es sollten wieder eine Million Pixel verkauft werden, aber diesmal zu je 2 Dollar. Macht also insgesamt 2 Millionen Dollar, wovon eine Million anschliessend unter allen „Pixel-Klickern“ verlost werden sollte.

Die Auslosung sieht wie folgt aus: unter allen Pixel-Ads wird eine per Zufall ermittelt, anschliessend wird unter allen Besuchern, die diese Pixel-Werbung angeklickt haben, der glückliche Gewinner ermittelt. 50% der Gesamteinnahmen gehen an den Gewinner, 40% gehen an Alex, und die letzten 10% gehen schliesslich an einen wohltätigen Zweck, den der Gewinner aussuchen darf.

Alex wird sich wohl kaum über den „mikrigen“ Umsatz beschweren, er hat ja schon eine Million Dollar mit seiner Million Dollar Homepage umgesetzt.