Tag Archiv für Windows XP

Windows XP auf Dell XPS M1530 Notebook installieren

Leider wird das XPS M1530 Notebook von Dell derzeit nur mit Windows Vista ausgeliefert, dabei bin ich doch immer noch Vista Verweigerer. Ich habe zwar kurz damit rum gespielt und etwas getestet, aber schnell war klar, dass Windows XP auf die Maschine muss, zumal ich noch eine (legale) Version von XP Pro zu Hause hatte.

Doch dann trat schon das erste Problem auf. Bei meiner XP Version war noch kein Service Pack integriert, was den großen Nachteil hat, dass Windows bei der Installation nur ca. 130 GB des Festplattenspeichers erkennt. Bei insgesamt 320 GB macht das nicht viel Sinn. Nach etwas Suchen im Netz, habe ich diese hervorragende Beschreibung gefunden, wie man das Service Pack 2 in eine bestehende Windows Installations CD integriert.

Zweites Problem : Auf der Homepage von Dell gibt es im Support Bereich natürlich keine Windows XP Treiber für das M1530. Zum Glück bin ich aber nicht der erste der XP auf dem Dell Notebook installieren möchte, so dass ich in diesem Review die Hinweise (weiter unten, unter „Vista Pfui, XP Hui“) zur erfolgreichen Installation von Windows XP gefunden habe. Der Autor stellt auch gleich ein 180 MB großes Treiber Paket zum Download zur Verfügung. Die meisten Treiber stammen aber trotzdem direkt von Dell, entweder vom kleineren Bruder M1330, oder vom Vostro 1500.
Ich habe mich genau an die beschriebene Reihenfolge der Treiber Installation gehalten, und bisher funktioniert alles (inklusive Sound, Bluetooth, Webcam, Fingerabdruck Scanner, …) ohne Probleme. Die Geschwindigkeit ist hervorragend unter Windows XP.
Einziges Manko : Windows erkennt nur 3,5 GB der insgesamt 4 GB RAM. Allerdings soll es unter Vista wohl das gleiche Problem geben.

Fazit : Mit geringem Aufwand hat man ein sauber installiertes Windows XP, das schnell und ohne Probleme auf dem M1530 läuft.

Windows XP PowerToys

Die kostenlosen PowerToys die über Microsoft für Windows XP angeboten werden, sind zwar nichts neues, aber sicherlich interessant für diejenigen unter euch, die sie noch nicht kennen. Es handelt sich um eine Reihe von Plugins, die das Arbeiten unter Windows XP erleichtern sollen, oder das OS mehr oder weniger sinnvoll erweitern.

Persönlich nutze ich derzeit nur den Image Resizer. Mit diesem PowerToy kann ich schnell mal Bilder direkt im Windows Explorer (Rechstklick -> Kontextmenü -> Resize Pictures) verkleinern, um sie dann zum Beispiel in der passenden Grösse auf mein Blog hochzuladen, oder um sie per Email zu verschicken. Das Alt-Tab Replacement habe ich auch schon mal getestet, aber ich hatte den Eindruck, dass die Previews der Applikationen den Rechner doch arg verlangsamen.

Ansonsten denke ich, könnte das Virtual Desktop Manager Plugin noch interessant sein. Damit würde man über 4 virtuelle Desktops verfügen, ähnlich wie man es unter Linux kennt. Leute die öfters in der DOS-Kommandozeile arbeiten, sollten das Open Command Window Here Plugin testen. Auch für Fotografen gibt es Plugins, wie zum Beispiel das Color Control Panel Applet und den RAW Image Thumbnailer and Viewer.

Ich finde es erstaunlich, dass Microsoft überhaupt solche Plugins, die ja nicht von Microsoft selbst entwickelt wurden, über ihre offizielle Webseite anbietet.

Home Server auf Mini-ITX Basis

Emko EM 142Vor gut einem Jahr habe ich mir einen kleinen Home Server aufgebaut der als Linux File-, Print-, Web-Server, u.s.w. herhalten sollte. Da ich aber unter Linux so einige Schwierigkeiten hatte, den HP Drucker (für den es keinen netzwerkfähigen Treiber gibt) sowie Samba ans Laufen zu bringen, lag der Server erstmal fast ein Jahr lang brach. Nachdem der kabellose Printserver von Netgear mir nun aber auch definitiv auf den Zeiger gegagen ist (HP Drucker sowie Dymo LabelWriter drucken extrem langsam), habe ich dann doch entschlossen Windows XP auf der Machine zu installieren. Deshalb möchte ich hier nun einige Details meines Projektes vorstellen.

Die Hardware

Wichtig war mir einen kompakten, kleinen Server aufzubauen, der zudem noch absolut geräuscharm laufen sollte. So bin ich auf Mini-ITX gestossen. Mini-ITX ist ein Formfaktor für Computer-Mainboards, der wesentlich kleiner ist als herkömmliche ATX-Mainboards, mit einer Fläche von gerade mal 17×17 cm. Ich habe mich für das VIA Epia ML6000EA entschieden, welches einen 667MHz VIA Eden Prozessor ohne Lüfter, 2 x ATA/133 Anschlüsse für bis zu 4 Geräte, einen integrierten Grafikchip, sowie LAN, Audio, USB und PS/2 Anschlüsse besitzt. Das einzige was also noch fehlt ist RAM, Festplatte, eventuell ein optisches Laufwerk, sowie ein Gehäuse mit Stromversorgung.

Meine Wahl für die Komponenten viel auf 512 MB RAM, zwei 2,5 Zoll Samsung Festplatten à 80 GB (für RAID1 Software Mirroring), sowie ein NEC Slim CDRom Laufwerk. Nach langer Suche nach einem passenden Gehäuse (die meisten kompakten Mini-ITX Gehäuse bieten nur Platz für eine Festplatte + optisches Laufwerk), bin ich bei EMKO fündig geworden : das EM-142. Nun gut, es gibt wesentlich schönere Mini-Gehäuse, aber eben keins was Platz für zwei Festplatten plus Laufwerk bietet.
Den mitgelieferten Gehäuselüfter, der im Betrieb deutlich zu hören war, habe ich dann noch gleich durch einen 9 dB Papst Lüfter ersetzt.

Mit diesen Komponenten habe ich einen äusserst leisen, und dennoch performanten Server, bei dem ich allenfalls den Gehäuselüfter mal wahrnehme, wenn es absolut still in meinem Arbeitszimmer ist. Selbst die Festplatten sind unter Volllast (z.B. beim Datentransfer auf den Server) nicht zu hören.

Der ganze Spass hat mich ungefähr 450 Euro gekostet.

Die Software

Wie schon gesagt bin ich am HP Drucker und an Samba gescheitert, weshalb nun Windows XP Pro auf der Maschine installiert ist. Das stört mich aber mittlerweile nicht so sehr, da die beiden freigegebenen Drucker nun ohne Problem funktionieren.

Um allerdings das RAID1 Software Mirroring unter Windows XP zu aktivieren, bedarf es eines kleinen Hacks. Und zwar müssen in drei System-Dateien einige Werte via Hex-Editor bearbeitet werden. Erst dann kann man die RAID1 Option in der Festplatten-Verwaltung anwählen, und die Spiegelung der Platten einrichten.

Um den Server auch unter Windows bequem vom Sofa aus konfigurieren zu können, habe ich die kostenlose Version von VNC Server auf dem Server installiert, sowie den VNC Viewer auf dem Laptop. Somit kann ich praktisch arbeiten, als würde ich direkt vor dem Server sitzen.
Ansonsten habe ich noch keine weitere Software installiert, aber geplant sind sicher noch einige Sicherheitsfeatures, da der Server auch Zugang zum Internet hat, wobei ich mich frage ob das überhaupt notwendig ist (also Internet Zugang).

Es gibt sicher elegantere Lösungen um so einen Home Server aufzusetzen, da ich aber keine Zeit (und Lust) hatte mich weiter mit der Linux Konfiguration rumzuschlagen, ist dies für meine Zwecke die einfachste Lösung.