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QNAP TS-209 II NAS System

Seit einigen Woche ist nun der NAS Server von QNAP bei mir im Einsatz. Zeit ein erstes Fazit zum TS-209 II zu ziehen.

Hardware

Das schlichte aber stylische Gehäuse verfügt vorne über eine schwarz glänzende, abnehmbare Front, die den Zugang zu den beiden Festplattenschächte frei gibt, einen USB 2.0 Anschluss mit One Touch Copy Button zum automatischen Kopieren, einen Power Button, sowie verschiedene Status LEDs um über den Zustand des NAS zu informieren. Die Abmessungen sind mit 214 mm x 175 mm x 115 mm recht kompakt. Ohne Platten wiegt das System rund 2,4 kg.

An der Rückseite findet man einen Gigabit LAN Anschluss, Reset Button, 2 USB 2.0 Anschlüsse, K-Lock Sicherung, und den Netz Anschluss. Außerdem verfügt der TS-209 über einen Smart Fan, also einen intelligent geregelten Lüfter.

Kommen wir noch zu den inneren Werten. Das NAS System von QNAP bietet, wie schon erwähnt, Platz für 2 3.5″ SATA I/II Festplatten bis zu einer Gesamtkapazität von 2 TB. Die Platten werden mit einem einfachen Schlitten System eingesetzt, und können im RAID 1 Betrieb (welcher der TS-209 von Haus aus unterstützt, ebenso wie RAID 0) zudem im Hot Swap-Verfahren ausgetauscht werden, ohne dass der Server dazu abgeschaltet werden muss. Ich habe mein System gleich mit 2 Maxtor Festplatten à 1 TB ausgerüstet, in der Hoffnung, dass ich damit erstmal einige Zeit auskommen werde :) Sollte eine der beiden Platten ausfallen, wird man sowohl optisch und akustisch, als auch per E-Mail informiert.

Für gute Performance sorgen ein Marvell 5281 Prozessor mit 500 MHz und 256 MB DDR II Arbeitsspeicher. Der nötige Strom wird von einem externen 60W Netzteil geliefert.

Software

Das NAS System läuft auf Linux Basis und bietet eine Menge integrierte Funktionen, die zudem über die QPKG Plattform erweitert werden können. Der Haupteinsatzzweck eines Dateiserver besteht natürlich darin, Anwendern die Möglichkeit zum Speichern und zur gemeinsamen Nutzung von Dateien zu geben. So kann man bequem Benutzer, Benutzergruppen, sowie Berechtigungen und Kontingente pro Benutzer und Gruppe festlegen. Über den installierten FTP Server kann man auch Daten für Benutzer von außen freigeben.

Über die USB Anschlüsse kann man bis zu 3 Drucker im Netzwerk freigeben und gemeinsam nutzen. Ein nützliches Feature welches eine gewisse Gewichtung bei meiner Wahl für den QNAP hatte. Der Multifunktionsdrucker von HP (PSC 1350), sowie der DYMO LabelWriter 400 funktionieren einwandfrei bei mir.

Eine weitere überaus interessante Funktion ist der UPnP Media-Server (mit eingebautem TwonkyMedia-Server), welcher Fotos, Audio und Videos an entsprechend streaming fähige Endgeräte liefert (TV, Hifi Anlagen, PC, …). Bisher habe ich dieses Feature über den D-Link DSM-510 Streaming Client (Review hierzu folgt in einem anderen Beitrag) an unserem Full HD LCD Fernseher getestet. Sowohl Prison Break und 24 Folgen im MPEG-4 Format, als auch Audio Dateien im MP3 Format wurden tadellos abgespielt. Einen echten HD (1080i) Film konnte ich noch nicht testen. Die Darstellung von Fotos auf dem TV Gerät ist recht grobkörnig, wobei das allerdings eher ein Problem des D-Link Client zu sein scheint.
Die Multimedia Station legt übrigens automatisch Web-basierte Fotoalben mit Miniaturbildern und Detailangaben an, so dass man seine Fotos bequem mit Familie oder Freunden teilen kann. Hat man eine statische IP Adresse oder benutzt einen DDNS Service (so wie ich), kann man von überall über das Internet die Fotoalben (wie eigentlich auch alle anderen Funktionen des NAS Systems) abrufen.

Weitere Funktionen die ich derzeit (noch) nicht nutze:

  • Webserver mit vorinstallierten Anwendungen wie phpMyAdmin und Joomla!
  • MySQL Server
  • Überwachungsstation für Netzwerkkameras
  • UPS-Unterstützung
  • Verschlüsselte Fernreplikation um Daten auf anderen QNAP NAS-Produkten an Fernstandorten abzusichern
  • iTunes-Server (muss noch nachlesen wie dieser genau konfiguriert werden muss)

Fazit

Das TS-209 II NAS System von QNAP ist eine geniale All-In-One Lösung, die deutlich mehr kann, als einfach nur Speicherkapazität in einem Rechnernetz bereitzustellen. Die Konfiguration über das Web-Interface ist denkbar einfach, und die Grundeinstellungen schnell getätigt. Auch die Leistung reichte bisher völlig aus.

Mit rund 275 Euro (ohne Festplatten!) ist das Teil zwar nicht gerade günstig, aber auf jeden Fall sein Geld wert. Ich bereue den Kauf bisher nicht.

Acer Aspire One – Erste Eindrücke

Nach einem Tag mit dem brandneuen Acer Aspire One A150X, möchte ich nun kurz meine ersten Eindrücke schildern.

Grösse
Schon die Verpackung deutet an wie winzig dieses Netbook sein muss, und es ist in der Tat richtig klein. Es ist gerade mal halb so gross wie mein 15,4 Zoll Dell Notebook und dabei nur rund 1 Kg schwer. Ein wirklich sehr handliches Gerät.

Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt recht spärlich aus : Netbook, 3-Zellen Akku, Netzteil (erstaunlich klein und leicht), Schutzhülle aus Kunstleder (?), sowie diverse Dokumentation (die immer noch eingeschweisst ist). Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Installation
Beim ersten Start wird Windows XP Home Edition (ULCPC) installiert. Dabei hatte ich die Wahl zwischen Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch als Sprachversion. Die Installation beansprucht ca. 20-30 Minuten. WLAN war anschliessend schnell eingerichtet, und so konnten die üblichen Freeware Programme schnell aufgespielt werden.
Da das Netbook nicht über ein optisches Laufwerk verfügt, musste improvisiert werden um andere Software zu installieren. Ich habe kurzerhand das DVD Laufwerk des Dell Laptops geshared, eine Ad hoc WLAN Verbindung zwischen beiden Geräten aufgebaut (um nicht unnötig über den Router zu fahren), und schon konnte ich die Installation über die CD vornehmen, welche erstaunlich schnell von Statten ging.

Hardware
Das Gerät selbst fühlt sich für den gegebenen Preis recht hochwertig an, auch wenn alles Plastik ist (mein Dell besteht zum Teil aus Aluminium). Es verfügt über alle nötigen Anschlussmöglichkeiten, wie USB (3x), VGA Ausgang, LAN, Kopfhörer- und Mikrofonanschluss, sowie Card Reader. WLAN ist natürlich auch vorhanden, allerdings nur 802.11b/g. Einzig ein Bluetooth Modul fehlt.
Die Tastur ist sehr angenehmt zu bedienen, dank einer Tastengrösse die ca. 95% einer normalen Tastatur entspricht. Die Maustasten links und rechts vom Touchpad sind hingegen gewöhnungsbedürftig, aber das stört den Gesamteindruck nicht.

Das glänzende 8,9 Zoll Display mit einer Auflösung von 1024×600 Pixeln, kann mit satten Farben und einer guten Helligkeit punkten. Wie es im Freien aussieht habe ich noch nicht getestet, es soll aber laut anderen Reviews recht schlecht abzulesen sein. Der Betrachtungswinkel ist hingegen recht eingeschränkt, vor allem im vertikalen Bereich.

Performance
Hochfahren tut das Aspire One auch mit Windows XP und Festplatte (anstatt Flash-Speicher) recht flott. Auch Programme wie Firefox oder Office Software starten in akzeptabler Zeit. Ansonsten habe ich bisher nur die Video Performance anhand einer Lost Folge in VGA Auflösung getest. Lief absolut ruckelfrei.

Vorläufiges Fazit
Ich bin begeistert! Das Netbook von Acer ist fast ein vollwertiges Laptop, welches meinen Ansprüchen an ein Zweitnotebook vollständig genügt (zumal in Verbindung mit dem 3G Modem). Wie es sich auf längere Dauer bewährt, werde ich dann weiter hier im Blog berichten. Den ersten „echten“ mobilen Einsatz wird das Acer bei unserem Ägyten-Urlaub im September erfahren :)

HiPhone, der wohl beste iPhone Klon

Das HiPhone ist wohl der beste iPhone Klon derzeit auf dem Markt (ich würde es ja eher als Produktpiraterie bezeichnen), und doch ist es absoluter Schrott.

Vor knapp 2 Monaten habe ich meiner Frau das besagte Teil auf eBay für 85 Euro + 35 Euro Transport, aus Hong Kong ersteigert. Sie findet das iPhone Klasse, doch für simples Telefonieren und SMS schreiben, ist das Luxushandy von Apple einfach zu teuer. Ausserdem wird es offiziell von keinem der 3 Mobilfunkbetreiber in Luxemburg angeboten. Zudem leiden die Handys meiner Frau meist recht stark (Kratzer, Staub, …), wenn sie in den unendlichen Weiten der weiblichen Handtaschen verschwinden.

Nach knapp 2 Wochen ist das HiPhone bei uns eingetroffen. Der erste Eindruck war eigentlich recht positiv. Das Gerät fühlt sich hochwertiger an als ich zunächst erwartet hatte, und das Zubehör war auch recht umfangreich, wie man auf dem Foto sehen kann.

Das Gehäuse ist etwas dicker als das original iPhone, was aber nicht weiter stört, und ist optisch nahezu identisch zum iPhone. Das HiPhone besitzt einen MicroSD Slot, sowie einen integrierten Dual SIM Adapter, und kommt ausserdem gleich mit 2 Lithium Ionen Akkus. Die beiden Akkus sind wohl auch nötig, da sie nur knappe 2 bis 3 Tage, bei nicht all zu intensiver Nutzung, halten.

Die Qualität des Displays (3,2″, 320×240 Pixel, 262.144 Farben) ist bescheiden, ebenso das Design der Benutzeroberfläche. Absolut kein Vergleich zum iPhone. Der Hammer ist aber das die deutsche Menüführung. Nur ein Beispiel: „One missed call“ = „Ein vermisster Anruf“. Aber selbst die englischen Menü-Texte sind oft recht kurios.
Das HiPhone zeigt noch jede Menge andere negative Punkte auf, wie zum Beispiel: teilweise schlechter Empfang, keine Freisprechfunktion, keine eigenen Hintergrundbilder, schlechte Bildqualität der Kamera, keine Vorschau der Bilder, Funktionen des Telefonbuchs äußerst beschränkt, …

Fazit : Technikaffinen Geeks ist das HiPhone absolut abzuraten. Jeder der sich mehr als nur Telefonieren und SMS schreiben von einem Smart- oder PDA-Phone erwartet, sollte sich nach etwas anderem umsehen. Stellt man den Preis in Relation zum Produkt, geht dieser zwar in Ordnung, trotzdem ist das HiPhone eine große Enttäuschung.
Das Teil steht jetzt jedenfalls wieder bei eBay drin, und meine Frau erfreut sich nun an einem klassischen Nokia 2630.

Western Digital Passport II 160GB – Review

Bisher war mein einziges externes Speichermedium ein 128MB SwissMemory von Victorinox. Das reicht heutzutage gerade mal um ein paar Office Dokumente zwischen zwei PCs auszutauschen. Da ich aber endlich mal ein Backup meiner digitalen Fotos (sind mittlerweile über 25.000) machen wollte, und auch die Festplatte des Notebooks etwas entlasten wollte (ca. 50GB an Lost, Heroes und Prison Break Folgen), musste endlich mal eine externe Festplatte her.

Kriterien für den Kauf waren: zwischen 150 und 300GB; portabel und handlich, also keine 3,5″ Festplatte; Stromversorgung ausschließlich über USB; und günstig sollte sie natürlich auch sein. Außerdem sollte das Gehäuse stylish sein, da ich halt doch auch ein Fan von schönem Design bin :)

Die Festplatten unter 2,5″, also in 1,8″ oder 1,0″, gibt es zur Zeit wohl nur bis 120GB, und sind zudem noch recht teuer. Also blieb nur 2,5″ übrig. Externe Festplatten in dieser Größe passen aber immer noch ohne Problem in die Westentasche, und die Auswahl ist recht groß (Alternate, zum Beispiel, bietet derzeit über 100 verschiedene Modelle an). Die Kapazität reicht von 80 bis 320GB, bei einer Preisspanne von ca. 60 bis 220 Euro.

Ich habe mich nach langem Umschauen nun für die Passport II von Western Digital mit 160GB, für ca. 80 Euro, entschieden. Die zahlreichen positiven Bewertungen haben mich schlussendlich überzeugt. Das Gehäuse sieht, dank glänzend schwarzem Lack und blauer LED Statusanzeige, sehr schick aus, und ist zudem handlich klein und leicht (105 g). Die Passport II besitzt nur einen einzigen Mini USB 2.0 Anschluss, welcher sich unter einer Gummiabdeckung versteckt. Zum Lieferumfang gehört lediglich ein sehr kurzes (40 cm) USB Kabel, was zum Betreiben am Notebook aber völlig ausreicht.
Plug and Play funktioniert hervorragend an meinem neuen Dell Notebook. Die Platte arbeitet recht flott (5400 U/min bei maximal 480 Mbits/s über USB 2.0), und ist zudem äußert leise, nahezu geräuschlos.

Western Digital Passport II

Einige kleinere Kritikpunkte gibt es allerdings schon. Zum einen benötigt man zum Betrieb an älteren Notebooks, welche nicht genügend Strom über einen einzelnen USB Port liefern, ein spezielles USB Kabel welches nicht im Lieferumfang enthalten ist. Das mitgelieferte Kabel ist zum Betrieb an einem normalen PC auch recht kurz. Außerdem hätte ich mir zumindest ein simples Sleve als Schutz für die Festplatte beim Transport gewünscht.
Zum Schluss muss ich noch über diese verflixte eingeweiste Plastikverpackung schimpfen, die man immer nur mir recht viel Gewalt öffnen kann. Aber das ist doch eher nebensächlich.

Western Digital Passport II

Fazit: Schnelle, handliche Festplatte, mit befriedigendem Lieferumfang.

Ich bin jetzt aber schon am zweifeln, ob die 160GB Version auf Dauer reichen wird :(