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Tële vun der Post – Digitales Fernsehen in Luxemburg

Vor rund einem Monat sind wir nun endlich in unser neues Heim umgezogen. Zeit mal wieder einen Beitrag hier zu veröffentlichen. Was liegt da näher als das recht neue digitale Fernsehen der Luxemburger Post, welches wir nun in unserem Haus haben, zu kommentieren?

Die Entscheidung für das Fernsehen der Post war recht schnell gefällt. Beim Neubau verlangt die Konkurrenz schon mal glatt 800 Euro und mehr für den unterirdischen Anschluss an das TV Netz, und eine Satellitenschüssel wollten wir uns nicht in den Garten setzen oder ans Dach pappen. Zudem schienen mir die ganzen Vorteile (dazu weiter unten mehr) der Funktionen  doch recht interessant.

Voraussetzungen für die „Tële vun der Post“

Wer das Fernsehen der Post nutzen möchte, braucht folgendes :

  • einen Festnetzanschluss von P&T Luxembourg (analog oder ISDN)
  • ein LuxDSL Abonnement (der Basis Breitbandinternetzugang reicht da schon)
  • einen multifunktionalen Router von P&T Luxembourg (eine speziell konfigurierte FRITZ!Box)
  • einen Decoder der von P&T Luxembourg bereitgestellt wird
  • ein Fernsehgerät mit SCART- oder HDMI-Anschluss
  • ideal ist zudem ein bereits verkabeltes Netzwerk mit einem Ethernet-Anschluss in Reichweite des Fernsehers

Leider kann man keinen eigenen Router bzw. ADSL Modem einsetzen, da die mitgelieferte FRITZ!Box speziell für das Fernsehen vorkonfiguriert ist.

Preis

Preislich ist das Angebot der Post sicherlich kein Schnäppchen. Das Basis Abonnement mit einem Decoder ohne Festplatte kostet 19,99 Euro / Monat, mit Festplatte sind es dann 23,99 Euro. Jeder Weitere Decoder kostet 5,50 bzw. 9,50 Euro pro Monat, wobei derzeit maximal 3 Decoder pro Haushalt möglich sind (also auch nur 3 Fernseher zum Einsatz kommen können). In unserer Straße sind aktuell sogar nur 2 TV-Anschlüsse möglich.
Spezielle Themenpakete (z.B. Sky Film, Sky Bundesliga, u.s.w.) kosten, für die denen die 80 Sender im Basikpaket noch nicht reichen, weitere Abonnement Gebühren.

Wer nicht eh schon Festnetzanschluss und ADSL Abonnement bei der Post hat, der kommt monatlich dann schon mal schnell auf 65 bis 100 Euro und mehr. Außerdem entstehen einmalige Kosten für Aktivierung und, je nach vorhandener Infrastruktur, für die Installation.

Funktionen

Wie bereits erwähnt umfasst das Basispaket rund 80 TV Sender welche auf festen Programmplätzen festgelegt sind, und 40 Radio Sender. Dabei kann der Kunde wählen ob er die deutschen oder die französischen Sender auf den ersten Plätzen bevorzugt. Ein A3 Faltblatt mit der gesamten Kanalbelegung liegt zum Glück dem Decoder bei. Alternativ kann man über das Menü auch die Liste sämtlicher Sender (inkl. Logo) aufrufen, oder in der Mosaikansicht (Vorschau von 20 Sendern auf einem Bildschirm) die Sendervorschau sehen.
Wem 80 Sender immer noch nicht reichen, der kann direkt über das Menü des Decoders Themenpakete abonnieren.

Wer den Decoder mit integrierter Festplatte wählt, kommt in den Genuss des Zeitversetzten Fernsehens und hat die Möglichkeit Sendungen und Filme aufzuzeichnen. Allerdings kann man während der Aufnahme keinen anderen Sender schauen als den den man gerade aufnimmt. Mit der gebührenpflichtigen Option „Aufnahme 2. Sender“ soll man demnächst die Möglichkeit haben, sich ein Programm anzuschauen und gleichzeitig eine Sendung auf einem anderen Kanal aufzunehmen. Dass für diese Funktion nochmals Geld verlangt werden soll finde ich allerdings recht dreist.

Sehr praktisch ist auch der elektronische Programmguide, sozusagen eine Fernsehzeitung On Screen. Der Programmführer präsentiert alle wichtigen Informationen zum aktuellen Programm (Titel, Dauer, Genre, kurze oder ausführliche Inhaltsangabe u.s.w.) und zum Fernsehprogramm der nächsten Tage. Zudem gibt es in der Detailansicht einer Sendung oder eines Films einen Menüpunkt „Aufzeichnen“ welcher aktuell aber leider noch nicht auswählbar ist, was wirklich schade ist. So muss man seine Aufzeichnung dann doch manuell programmieren.
Praktisch ist auch die Informationsanzeige des aktuellen Programms beim Zappen zischen den Sendern oder beim Navigieren durch die Mosaikansicht.

Schlussendlich bietet die „Tële vun der Post“ auch Video-on-Demand, kurz VOD. Die Auswahl an Filmen ist, meiner Meinung nach, derzeit allerdings noch recht dürftig. Der Großteil der Filme ist zudem nur in Französischer Sprache verfügbar. Hier besteht noch Nachholbedarf um diese Funktion interessanter zu gestalten.

Praxis

Kommen wir nun zu den Erfahrungen aus der alltäglichen Praxis. Fangen wir also gleich mit dem ersten großen Kritikpunkt an, der Trägheit der Übertragung. Schaltet man den Decoder aus dem Standby Modus ein, so dauert es schon gerne mal 10 Sekunden und mehr bis ein Bild erscheint. Auch das Umschalten zwischen den Programmen nimmt einige Augenblicke in Anspruch, ebenso wie die Mosaikansicht und der Programmguide. Vor allem die Gedenkzeit beim Einschalten ist wirklich nervig, besonders wenn man aus Versehen an die Einschalttaste der Fernbedienung kommt, was aufgrund der Größe und Leichtgängigkeit der Taste schon mal vorkommen kann.

Funktionen wie Mosaikansicht, Programmguide, Zeitversetztes Fernsehen, sowie Aufzeichnung von Sendungen funktioniert (bis auf das träge Ansprechen) hervorragend und sind recht selbsterklärend. Einzig der Umstand, dass man während der Aufnahme keinen anderen Sender schauen kann empfinde ich als sehr ärgerlich.

Die Bildqualität ist ordentlich und Störungen (Ruckeln, Verpixeln, …) nur sehr selten. Leider scheint im Basispaket noch kein Sender in HD Qualität ausgestrahlt zu werden. Ich hoffe, dass die Luxemburger Post da bald nach legen wird.

Fazit

Im Allgemeinen kann die „Tële vun der Post“ mit ihren Funktionen überzeugen. Perfekt wäre das Fernseherlebnis allerdings mit einer wesentlich schnelleren Ansprechzeit, einer (kostenlosen) Möglichkeit zur Aufzeichnung eines 2. Fernsehsenders, und der Ausstrahlung von Sendern in HD Qualität. Nett wäre zudem wenn man einzelne Sender aus den Themenpaketen auswählen könnte, ohne gleich ein teures Gesamtpaket abonnieren zu müssen.
Die Beschränkung auf nur 3 Decoder pro Haushalt stört bei uns derzeit noch nicht, könnte aber problematisch werden wenn dann mal mehrere Kinder im Haus wohnen und einen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer reklamieren.

(Bilder : Benutzerhandbuch der „Tële vun der Post“)

Maximale Versandkosten bei eBay äusserst ärgerlich

Seit Juni 2008 gelten auf eBay.de  in bestimmten Kategorien, für den Inlandsversand, maximale Versandkosten von 7 Euro für Pakete. Das ist ja eigentlich eine feine Sache, um der Abzocke mit überzogenen Versandkosten vorzubeugen, allerdings hat die Sache für uns luxemburgische Verkäufer einen gewaltigen Haken. Es zählt nämlich nicht der Artikelstandort, oder der Wohnsitz des Verkäufers, sondern einzig und allein die Tatsache, dass man den Artikel auf eBay Deutschland eingestellt hat. Somit gilt der Versand von Luxemburg nach Deutschland als Inlandsversand. Leider betragen die Kosten für ein Paket über 1 Kg aber mindestens 10 Euro.

Ein Beispiel : Ich setze eine Digitalkamera mit viel Zubehör (Gesamtgewicht ca. 1,5 Kg) bei eBay Deutschland ein. Die tatsächlichen Versandkosten nach Deutschland betragen bei der luxemburgischen Post 10 Euro. Bei eBay kann ich für den Versand ins Ausland auch ohne weiteres 10 Euro angeben. Für den Inlandversand gilt die Beschränkung von maximal 7 Euro. Besucht nun ein Deutscher die Artikelseite meiner Auktion, werden ihm 7 Euro (Inlandversand) angezeigt. Mir werden hingegen 10 Euro angegeben.

Besonders ärgerlich ist dieser Zustand, da diese Versandkosten auch bei der automatischen Kaufabwicklung übernommen werden. Das hat mittlerweile schon mehr als ein Mal für Verwirrung und Ärger beim Käufer gesorgt.

Die (schnelle) Antwort vom eBay Kundenservice, als ich diesbezüglich nachgehakt habe :

Ich habe mir Ihr zuletzt verkauftes Angebot xxxxxxxxxxxx angesehen und festgestellt, dass Sie dieses bei eBay Deutschland eingestellt haben.
Daher werden deutschen Käufern die Inlandsversandkosten angezeigt. Der Artikelstandort ist hierbei nicht entscheidend.

Mein Tipp: Geben Sie für beim Feld für nationalen Versand die Kosten für den Versand aus Luxemburg an.

Der Tipp wäre ja Ok, wenn da nicht die Beschränkung bezüglich der maximalen Versandkosten wäre. Mir bleibt also nichts anderes übrig, als deutlich in meinen Auktionen auf die abweichenden Versandkosten hinzuweisen. Ich hoffe, dass eBay hier nachbessern wird.

Spam made in Luxembourg

Vor einiger Zeit habe ich mehrere Kommentare bei verschiedenen Artikel zum Thema iPhone und Jailbreak erhalten, die ganz offensichtlich manueller Kommentar Spam waren. Hier hat doch tatsächlich ein Skriptkiddie versucht, seine 08/15 Flash Skripte oder ein iPhone Jailbreaker Tool (für unverschämte 20 Euro) über die Seite script.2you.lu anzubieten.

Marco
Gesendet am 13.01.2009 um 18:46
kuck mol op script.2you.lu

Rodrigues
Gesendet am 13.01.2009 um 18:45
kuck mol op script.2you.lu do fennst du och eppes

Sehr schön finde ich das Impressum, laut dem die Seite von Max Mustermann der Firma Musterfirma betrieben wird. Wer es etwas heisser mag, sollte sich die www Adresse der Domain ansehen. Die Versuche als Hosting Provider scheinen auch nicht wirklich besser voran zu kommen: www.fine.2you.lu

Tja, im Internet darf halt jeder rumtollen wie er möchte … leider.

Hotcity in der Stadt Luxemburg bald kostenpflichtig

Seit einiger Zeit ist das WiFi Netzwerk Hotcity der Stadt Luxemburg nun schon in Betrieb. Fast flächendeckend können mobile Geräte wie Laptops, Netbooks, PDA, oder Smartphone, kostenlos über den kabellosen Zugang im Internet surfen, oder Emails abfragen. Ein Angebot, was man so üblicherweise nicht in anderen Städten finden.

Ab 11.11.2008 soll das Hotcity Angebot nun aber kostenpflichtig werden, so der Artikel von Wort. Mit Prepaid-Karten à 5 Euro kann man dann zwei Stunden online sein, und mit 9 Euro gleich 48 Stunden. Ein Hotcity-Abonnement kostet zwischen 1,99 Euro im Monat für eine Stunde, und 16,99 Euro für 20 Stunden.

Eigentlich ist für mich verständlich, dass dieses WiFi Netzwerk nicht kostenlos angeboten wird. Die Leser auf Wort.lu sehen das aber anders. So wird von überteuerten Tarifen und Abzocke geredet. Dabei finde ich die Preise gar nicht mal so überzogen. In anderen Städten, in denen ich z.B. im Hotel WiFi Zugang hatte, habe ich deutlich mehr gezahlt. Denn eigentlich ist dieses Angebot doch auf Touristen und viel reisende Geschäftsleute ausgelegt. Der „normale“ Verbraucher nutzt zu Hause doch eher seinen DSL Zugang, oder abonniert ein mobiles Datenpaket (UMTS / HSDPA)?

Naja, mir soll’s egal sein. Ich habe eine Daten-Flatrate auf meinem Netbook, und ein Data-Abo auf dem iPhone, das sollte überall (nicht nur in der Stadt Luxemburg) ausreichende Mobilität gewährleisten :)

iPhone 3G ab morgen in Luxemburg erhältlich

Laut RTL.lu wird der Mobilfunkanbieter VOX das iPhone 3G ab morgen 18 Uhr in seinen Shops anbieten. Allerdings ist auf der Homepage von VOX noch nichts zum Verkaufsstart zu lesen.

RTL kennt auch schon die Preise für das luxemburgische iPhone 3G : 2 Abos werden angeboten, eines für 35 Euro / Monat (inkl. 180 SMS oder Minuten, 1 GB Data, WiFi unlimitiert), sowie eines für 50 Euro / Monat (SMS oder Minutten unlimitiert, Data unlimitiert, WiFi unlimitiert). Über die Vertragsdauer wird nichts angegeben, auch nicht ob und was man noch für’s Handy extra draufzahlen muss.

Bei diesen Preisen und Konditionen bleibt das luxemburgische iPhone 3G uninteressant für mich. Unklar ist für mich weshalb VOX noch nichts über den Verkaufsstart mitgeteilt hat. Weder über die Homepage, noch über die iPhone-Newsletter wurde ich informiert.

Update 10:35 : RTL weiß noch mehr. Das iPhone kostet im 35-Euro-Abo 224 Euro (8 GB) oder 314 Euro (16 GB), und im 50-Euro-Abo 124 Euro (8 GB) oder 214 Euro (16 GB). Ein iPhone ohne Abonnement wird es nicht geben.

Update 13:43 : Nun habe ich auch eine offizielle Newsletter von VOX erhalten, in der die News von RTL bestätigt wurde (bis auf die Preise). Von 18 bis 21 Uhr findet der Verkauf der ersten iPhones im VOX Shop in Luxemburg-Stadt (3-5, rue Marchés-aux-Herbes) statt. Ich bin ja mal gespannt wie groß denn der Andrang hier in Luxemburg sein wird, werde das aber nicht live vor Ort überprüfen, da habe ich doch besseres zu tun.