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Server am Limit?

Mein gut 2 Jahre alter Server von Hetzner scheint seit einiger Zeit schon auf der Felge zu drehen. Mittlerweile liegt die Server Last konstant zwischen 1 und 5, zu Stoßzeiten sogar deutlich drüber. Die Benutzer des Arachnophilia Forums bekommen den Leistungseinbruch an betriebsamen Tagen auch schon deutlich zu spüren, und beschweren sich.

Ich habe einige Performance Einstellungen vorgenommen, die allerdings keine sonderliche Verbesserungen brachten. Sowohl am MySQL Server habe ich einige Feintuning Maßnahmen vorgenommen, als auch eAccelerator für PHP installiert. Ebenso habe ich direkt an der vBulletin Software einige Einstellungen vorgenommen, welche die Leistung verbessern sollen. Aber auch das brachte keine Besserung. Vielleicht ist der Server aber auch wirklich am Limit angekommen. Hierzu einige Daten:

Server

  • Root Server DS 3000 von Hetzner
  • AMD Athlon 64 3700+
  • 2 GB RAM
  • 2x 160 GB SATA HDD im Hardware RAID 1 Verbund
  • Debian Etch
  • Plesk 8.6 Control Panel

Traffic

  • 22 aktive Domains
  • Geschätzte 120.000 Unique Visits bei weit über 1 Million Seitenaufrufe monatlich
  • Knapp 200 GB Traffic im Monat
  • Ca. 90 Datenbankanfragen pro Sekunde

Ist da schon das Limit erreicht bei diesem Server? Sicherlich nimmt das Plesk Control Panel einiges an Ressourcen in Anspruch, allerdings würde ich auch nicht mehr auf dessen Annehmlichkeiten verzichten möchten. Vielleicht ist es wirklich Zeit auf einen neuen, leistungsfähigeren Server umzuziehen. Oder übersehe ich einen Ressourcen-Fresser?

Server Hardware Upgrade bei Hetzner

Mein 2 Jahre alter Root Server (DS 3000) bei Hetzner fängt langsam an etwas rum zu schwächeln. Kein Wunder, seit Anfang 2007 hat das Traffic-Aufkommen sich mehr als verdreifacht.

RAM

Eine einfache und schnelle Methode einem Server etwas mehr Luft zum Atmen zu geben, ist das Aufstocken des Arbeitsspeichers. Eigentlich hatte ich ja keine grosse Hoffnung, dass mein Hosting Provider dies ohne Weiteres anbieten würde, doch meine gestrige Support Anfrage bei Hetzner wurde recht schnell positiv beantwortet. Für 21 Euro wird der Speicher um 1 GB auf insgesamt 2 GB aufgerüstet (mehr ist bei dieser Server Hardware leider nicht möglich).

Heute Morgen um 6:45 wurde das Upgrade dann vorgenommen. Die Ausfallzeit war mit ca. 6 Minuten recht kurz. Das Hetzner eigene Server Monitoring Tool funktionierte übrigens einwandfrei, und meldete per E-mail den Ausfall, als auch die erneute Verfügbarkeit des Servers.

Die Erfahrung bestätigt wieder mal mein Vertrauen in Hetzner als Hosting Provider. Der Service ist einfach hervorragend, genau so wie die Leistung. Wenn mein Server mal nicht verfügbar war, dann war es jedes Mal mein eigenes Verschulden.

(Foto: atomix / photocase.com)

Home Server auf Mini-ITX Basis

Emko EM 142Vor gut einem Jahr habe ich mir einen kleinen Home Server aufgebaut der als Linux File-, Print-, Web-Server, u.s.w. herhalten sollte. Da ich aber unter Linux so einige Schwierigkeiten hatte, den HP Drucker (für den es keinen netzwerkfähigen Treiber gibt) sowie Samba ans Laufen zu bringen, lag der Server erstmal fast ein Jahr lang brach. Nachdem der kabellose Printserver von Netgear mir nun aber auch definitiv auf den Zeiger gegagen ist (HP Drucker sowie Dymo LabelWriter drucken extrem langsam), habe ich dann doch entschlossen Windows XP auf der Machine zu installieren. Deshalb möchte ich hier nun einige Details meines Projektes vorstellen.

Die Hardware

Wichtig war mir einen kompakten, kleinen Server aufzubauen, der zudem noch absolut geräuscharm laufen sollte. So bin ich auf Mini-ITX gestossen. Mini-ITX ist ein Formfaktor für Computer-Mainboards, der wesentlich kleiner ist als herkömmliche ATX-Mainboards, mit einer Fläche von gerade mal 17×17 cm. Ich habe mich für das VIA Epia ML6000EA entschieden, welches einen 667MHz VIA Eden Prozessor ohne Lüfter, 2 x ATA/133 Anschlüsse für bis zu 4 Geräte, einen integrierten Grafikchip, sowie LAN, Audio, USB und PS/2 Anschlüsse besitzt. Das einzige was also noch fehlt ist RAM, Festplatte, eventuell ein optisches Laufwerk, sowie ein Gehäuse mit Stromversorgung.

Meine Wahl für die Komponenten viel auf 512 MB RAM, zwei 2,5 Zoll Samsung Festplatten à 80 GB (für RAID1 Software Mirroring), sowie ein NEC Slim CDRom Laufwerk. Nach langer Suche nach einem passenden Gehäuse (die meisten kompakten Mini-ITX Gehäuse bieten nur Platz für eine Festplatte + optisches Laufwerk), bin ich bei EMKO fündig geworden : das EM-142. Nun gut, es gibt wesentlich schönere Mini-Gehäuse, aber eben keins was Platz für zwei Festplatten plus Laufwerk bietet.
Den mitgelieferten Gehäuselüfter, der im Betrieb deutlich zu hören war, habe ich dann noch gleich durch einen 9 dB Papst Lüfter ersetzt.

Mit diesen Komponenten habe ich einen äusserst leisen, und dennoch performanten Server, bei dem ich allenfalls den Gehäuselüfter mal wahrnehme, wenn es absolut still in meinem Arbeitszimmer ist. Selbst die Festplatten sind unter Volllast (z.B. beim Datentransfer auf den Server) nicht zu hören.

Der ganze Spass hat mich ungefähr 450 Euro gekostet.

Die Software

Wie schon gesagt bin ich am HP Drucker und an Samba gescheitert, weshalb nun Windows XP Pro auf der Maschine installiert ist. Das stört mich aber mittlerweile nicht so sehr, da die beiden freigegebenen Drucker nun ohne Problem funktionieren.

Um allerdings das RAID1 Software Mirroring unter Windows XP zu aktivieren, bedarf es eines kleinen Hacks. Und zwar müssen in drei System-Dateien einige Werte via Hex-Editor bearbeitet werden. Erst dann kann man die RAID1 Option in der Festplatten-Verwaltung anwählen, und die Spiegelung der Platten einrichten.

Um den Server auch unter Windows bequem vom Sofa aus konfigurieren zu können, habe ich die kostenlose Version von VNC Server auf dem Server installiert, sowie den VNC Viewer auf dem Laptop. Somit kann ich praktisch arbeiten, als würde ich direkt vor dem Server sitzen.
Ansonsten habe ich noch keine weitere Software installiert, aber geplant sind sicher noch einige Sicherheitsfeatures, da der Server auch Zugang zum Internet hat, wobei ich mich frage ob das überhaupt notwendig ist (also Internet Zugang).

Es gibt sicher elegantere Lösungen um so einen Home Server aufzusetzen, da ich aber keine Zeit (und Lust) hatte mich weiter mit der Linux Konfiguration rumzuschlagen, ist dies für meine Zwecke die einfachste Lösung.