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Impressumspflicht auch für mich?

Über SEOigg bin ich auf den interessanten Beitrag über die Impressumspflicht in Deutschland gestoßen.

Da stellt sich für mich die Frage, ob ich als Luxemburger der in Luxemburg wohnt, auf meinen deutschsprachigen Webseiten, die alle auf einem eigenen Server in Deutschand gehostet sind, auch unter diese Impressumspflicht falle? Die Frage drängt sich deshalb auf, da mir schon mal das eBay-Partnerprogramm verweigert wurde wegen fehlendem Impressum. Nun gut, wenn das in den AGB des Partnerprogramms so drin steht, dann muss ich mich auch als Luxemburger daran halten. Verständlich. Aber wie sieht es nun rechtlich aus? Persönlich gehe ich davon aus (als Laie in Sachen deutsches Recht), dass ich wegen fehlendem Impressum nicht abgemahnt werden kann, da ich nicht unter das deutsche Recht falle, da ich ja weder deutscher Nationalität bin, noch in Deutschland wohne. Oder sehe ich das falsch?

Wie starte ich ein Forum? Ein Fallbeispiel – Teil 1 : Planung

Die Artikelserie „Ein Forum starten“ bei Selbständig im Netz, hat mich dazu veranlasst wieder mal ein neues Projekt anzugehen, und selbst eine Artikelserie zu starten. Ich möchte dieses theoretische Wissen gleich anschaulich umsetzen, und werde mein Vorhaben natürlich hier im Blog dokumentieren.

Da ich derzeit die rezente Entwicklung der kleinen und preiswerten Netbooks mit großem Interesse verfolge, habe ich kurzerhand dieses Thema zum Thema des Forums, welches ich starten möchte, gemacht :

Vorüberlegungen

Ich greife hier einfach mal die verschiedenen Punkte des Artikels von Selbständig im Netz auf.

Ist ein Forum sinnvoll?
Im Bereich Computer Hardware (jeglicher Art) macht ein Forum sicherlich Sinn, da jeder Benutzer, der sich mehr oder weniger intensiv mit seinen Geräten auseinander setzt, früher oder später über Probleme und Fragen stolpert. Hier bieten Foren eine hervorragende Anlaufstelle um Antworten von anderen Betroffenen zu erhalten.

Ziel
Konkrete Ziele habe ich mir noch nicht gesetzt.

Zielgruppe bzw. Nische
Zielgruppe sind Besitzer sowie zukünftige Besitzer von Netbooks. Da diese Branche sich derzeit rasant entwickelt, dürfte die Zielgruppe dementsprechend mitwachsen. Man könnte die Zielgruppe auch als Nische bezeichnen, wenn man davon ausgeht, dass Netbooks nur einen kleinen Bruchteil des Notebook-Marktes darstellen.

Potential und Konkurrenz
Nach einer kurzen Recherche habe ich nur sehr wenige Foren gefunden, die sich ausschließlich mit Netbooks befassen. Darunter war eigentlich nur ein (deutschsprachiges) Forum, welches man auch eindeutig als erfolgreich bezeichnen kann. Grund hierfür ist das dazugehörige, gut besuchtes Blog zum Thema Eee PC.
Es bleibt also noch etwas Luft um in diesem Bereich mit einem neuen Forum Fuß zu fassen.

Der USP
Derzeit gibt es noch keine wirklich USP, wenn man das Alleinstellungsmerkmal auf der Ebene des Netbook Themas sieht.

Wissensstand
Da ich sowohl Technik- als auch Gadged-affin bin, und selbst ein Netbook besitze, dürften das Wissen und die Passion für das Thema ausreichen um dieses Forum zu starten. Was die Forensoftware selbst angeht, so habe ich bereits einige Erfahrung wie man diese einrichtet und verwaltet.

Arbeitsaufwand
Ich betreibe bereits ein erfolgreiches Nischen-Forum (über 600.000 Pageviews im Monat), und kann so den Arbeitsaufwand recht gut einschätzen.

Und weiter?

Da nun die Grundvoraussetzungen zum Start des Forums geklärt sind, kann ich die nächsten Schritte angehen : Forensoftware, Einteilung der Kategorien und Foren, Forum bekanntmachen, Community aufbauen, …

Im 2. Teil der Artikelserie geht es dann um die passende Forensoftware und deren Umsetzung.

Das neue Facebook

Seit kurzem bietet Facebook die Möglichkeit, auf das neue Layout umzuschalten. Ritchie vom Datenschmutz Blog hat hierzu schon ein gutes Review zu den Neuerungen veröffentlicht.

Persönlich finde ich das neue Layout auch deutlich angenehmer als die alte Version. Was mich allerdings etwas stört, ist die Tatsache, dass nun die Applikationen auf eine eigene Tab-Seite im Profil verschwunden sind. Nun gut, das hat natürlich den Vorteil, dass die Profil-Seiten deutlich übersichtlicher werden. Wer aber wie ich (fast) nur nützliche und sinnvolle Apps installiert hat, wie z.B. den RSS Feed des eigenen Blogs oder die eBay Applikation um eigene Auktionen im Profil zu bewerben, der hat halt Pech, da so ein Teil der Sichtbarkeit verloren geht.

Da aber viele User von Facebook eh mehrere Dutzend Apps installiert haben, die ihre Profil-Seite zumüllen, kann ich mich mit der neuen, aufgeräumteren Version doch recht gut anfreunden.

Wie schütze ich meine Identität auf Facebook?

CASES (Cyberworld Awareness Security Enhancement Structure) ist eine vom Luxemburger Staat unterstützte europäische Initiative für mehr Sicherheit im Umgang mit den elektronischen Informationssystemen. Sie soll dem Endbenutzer nützliche und verständliche Tips geben, wie er sich gegen die verschiedenen Risiken der neuen Technologien schützen kann.

Neben zahlreichen kurzen praktischen Themenblättern und anderen hilfreichen Publikationen, hat CASES nun auch einen Guide veröffentlich, der sehr genau erklärt welche Privacy-Einstellungen auf Facebook sinnvoll sind, um seine Identität ausreichend zu schützen. Meldet man sich nämlich bei Facebook an, sind erstmal alle persönlichen Informationen jedem zugänglich. Diese Anleitung soll deshalb helfen nur die Informationen von sich preiszugeben, die man auch wirklich möchte.
Leider ist die Anleitung (auch als PDF Download) derzeit nur in Französischer Sprache erhältlich, deshalb versuche ich hier eine kurze Zusammenfassung wieder zu geben.

Alle Einstellungen zur eigenen Privatsphäre können auf Facebook über den Link privacy bzw. Privatspäre (wenn ihr Facebook in Deutscher Sprache nutzt) vorgenommen werden. Es gibt insgesamt 4 Bereiche (ich beschreibe jetzt mal die Englische Version) : Profile, Search, News Feed and Mini-Feed, und Applications.

Profile : Hier könnt ihr festlegen wer welche Informationen in euerem Profil einsehen kann. Es gibt 3 vordefinierte Gruppen von Personen für die Zugangs-Einstellungen : „Only Friends“, „Friends of Friends“, „My Networks and Friends“. Man kann aber auch eigene Gruppen festlegen. Grundsätzlich sollten alle Informationen nur der eigenen Freundesliste zugänglich sein, ausser ihr habt wirklich einen dürftigen Grund weshalb jede X-beliebige Person euere persönlichen Informationen oder Fotos sehen können sollte.

Search : Dies bezieht sich auf die interne Suche von Facebook, als auch auf die Listung in Suchmaschinen wie z.B. Google. Gegen die interne Suche ist eigentlich nichts einzuwenden, man ist ja schliesslich auf Facebook, um von Freunden gefunden zu werden. Allerdings sollte man die Eintragung in Suchmaschinen abstellen.

News Feed and Mini-Feed : Hier sollte man erstmal alle Haken entfernen, und sich anschliessend gründlich überlegen, welche Informationen wirklich sinnvoll in den Neuigkeiten und Kurzmeldungen sind. Uhrzeiten in den Kurzmeldungen könnte man z.B. abschalten. Vielleicht liest der Arbeitgeber ja auch mit und fragt sich was ihr jeden Tag während der Bürozeiten auf Facebook treibt?

Applications : Mal ganz davon abgesehen, dass man nicht gleich jeden Scheiss jede Facebook Anwendungen, zu der man eingeladen wird, installieren sollte, sollte man den Anwendungen auch nur ein Minimum an Informationen zur Verfügung stellen, je nachdem wieviel man von sich preisgeben will.

Ich habe meine Einstellungen nochmal überprüft, und habe tatsächlich einiges gefunden um meine Privatsphäre auf Facebook noch etwas besser zu schützen.

eBay : 40 Millionen Euro Schadensersatz für LVHM

eBay hat einen Rechtsstreit gegen den französischen Luxusgüterkonzern Moët Hennessy – Louis Vuitton (LVHM) verloren, und muss nun knapp 40 Millionen Euro Schadensersatz an die Gruppe zahlen. Grund für die Strafe ist der Verkauf von gefälschten Produkten (u.a. der Marken Louis Vuitton, Christian Dior Couture, und Kenzo) über die Auktions-Plattform.

Ich habe im Rahmen meiner SEO Tätigkeiten bei meinem früheren Arbeitgeber, unter anderem an der Sichtbarkeit der Internetauftritte von Louis Vuitton in Suchmaschinen gearbeitet. Es ist wirklich erstaunlich wie viele Anbieter von gefälschten LV Handtaschen auf dem (Online-) Markt sind. Noch viel erstaunlicher war dabei allerdings, dass diese (vor unserer SEO Arbeit) noch vor den Seiten der Luxusmarke in den Suchmaschinen gelistet wurden.

Die LVHM Gruppe tut viel um gegen Produktpiraterie vorzugehen, und um den Vorsprung der Fälscher wieder einzuholen. Ob das Verklagen einer Auktions-Plattform, die ja eigentlich nur einen Marktplatz für Käufer und Verkäufer bietet, der richtige Weg ist, bleibt allerdings fraglich. eBay geht verständlicherweise in Berufung gegen das Urteil.