Archiv für Sven

The next Uri Geller – David Goldrake einfach nur peinlich

David GoldrakeGestern habe ich zum ersten Mal die Uri Geller Show gesehen, um „unseren Landsmann“ mal live zu erleben. Boah! War das peinlich! Nun gut, über den echt miesen Akzent und das teilweise Gestotter in Englisch/Deutsch sehe ich mal großzügig hinweg (nur wenige Luxemburger können halt akzentfreies Deutsch sprechen, ich gehöre auch nicht dazu), aber diese Effekthascherei mit der Giftnatter und das unterirdisch schlechte Schauspiel von Goldrake waren einfach nur peinlich. Da schauspielert doch jeder mittelklassige italienische Fußballspieler besser.

Ich habe die „The next Uri Geller“ Show bisher eigentlich nicht weiter verfolgt. Nur den letzten Auftritt von Goldrake (mit dem Dolch) habe ich mir auf der Pro Sieben Webseite angesehen. Ich fand diesen Trick doch wesentlich besser als die blamable Show die er gestern abgezogen hat. Da wundert es mich, dass David überhaupt weitergekommen ist, zumal er diesmal keine Immunität von Uri erhalten hat.

Ich bin mal gespannt wie weit er so noch kommen wird.

Spreadshirt – 1.500 Bestellungen täglich

SpreadshirtEs erstaunt mich immer wieder wie gut das Unternehmen Spreadshirt läuft. Ach Quatsch, eigentlich erstaunt es mich gar nicht, denn das Marketingkonzept ist einfach genial. Spreadshirt bietet Website-Betreibern eine Plattform, wo diese eigene T-Shirts gestalten und einen eigenen Shop betreiben können. Spreadshirt selbst kümmert sich um alles Weitere (Produktion, Zahlung, Versand, …).

Ich habe letzte Woche eine Email an den Support von Spreadshirt geschickt, wegen einem Problem mit der Lieferadresse, die ich wohl bei der Bestellung falsch angegeben hatte. Darauf hin habe ich folgende Antwort (Auszug) erhalten:

Leider konnte ich Ihre Adressdaten nicht mehr ändern, da sich Ihre Ware bereits in der Produktion befindet. Für den Produktionsprozess werden die kompletten Daten einer Bestellung inklusive Rechnung und Lieferschein ausgedruckt. Mit diesen Unterlagen durchläuft die Bestellung dann die verschiedenen Stufen in der Produktion. Momentan werden von uns täglich ca. 1500 Bestellungen bearbeitet, sodass es uns nicht möglich ist, einzelne Produkte in diesem Prozess ausfindig zu machen und zu ändern. Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir nur so die angegebene Produktionszeit von 24-48 Stunden einhalten können.

1.500 Bestellungen täglich?!? Das ist enorm, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen erst 2002, ohne Startkapital, gegründet wurde. Wenn man etwas auf den Seiten von Spreadshirt stöbert, kann man auch herausfinden wie sie diese Mengen an Bestellungen bewältigen: mittlerweile sind mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigt!

Bereits über 300.000 Shoppartner nutzen das Angebot. Kein Wunder also, dass Spreadshirt alle Hände voll zu tun hat. Und trotzdem scheint der nette Mitarbeiter aus dem Support meine Bestellung doch noch berichtigt zu haben. In der Email der Versandbestätigung steht jetzt jedenfalls die richtige Empfängeradresse. Klasse Service. Und die Bearbeitungszeit ist mit 24-48 Stunden, für ein personalisiertes Produkt, mehr als hervorragend. Andere Firmen bringen das nicht mal mit Ware von der Stange auf die Reihe :)

Wer einen Einblick in das bunte Treiben der sprd.net AG haben möchte, sollte auf keinen Fall das unterhaltsame Spreadshirt-Blog verpassen.

Blogparade – Don’t FEED the trolls

Boah, was für ein mieses Wortspiel :) Aber egal. Das FreeTagger Blog hat eine Blogparade zum Thema Feeds gestartet. Dann will ich auch mal mitmachen (das ist übrigens meine Premiere).

  1. Was war dein erster Feed den du abonniert hast und wann war das?

    Das muss vor ca. eineinhalb Jahren gewesen sein. Ich denke mal, dass der Feed von Robert (welcher auch sonst?) einer der ersten gewesen sein muss, den ich abonniert habe.

  2. Wie viele Feeds hast du momentan abonniert und warum genau diese (dein Interessengebiet)?

    Im Moment sind es ca. 110 Feed im Bereich IT, Internet, Marketing, Web 2.0, sowie Outdoor und private Blogs von Freunden.

  3. Hast du mehr Blogs oder mehr Newsportale (Yigg, heise) im Feedreader?

    Überwiegend Blogs (80-90%).

  4. Welchen Feedreader benutzt du und warum diesen?

    Im Büro nutze ich Feedreader , da er einfach übersichtlich ist, und mich sofort benachrichtigt bei neuen Beiträgen. Ansonsten importiere ich bei Gelegenheit immer mal wieder meine aktuelle Liste an Feeds in Netvibes, um auch unterwegs in die Feeds reinschauen zu können.

  5. Nutzt du Feedburner um deine Feedreaderzahl zu erfahren?

    Ja, auch wenn Feedburner wohl recht unzuverlässig ist was die tatsächliche Anzahl an realen Abonnenten angeht.

  6. Wie viel Feedreader hat dein Blog aktuell?

    Das Seven.lu Blog hat derzeit so 40-50 Leser laut Feedburner, das Freiluft Blog ca. 20-30, und von anderen Blogs rede ich lieber nicht :)

  7. Was findest du besser Feed-Kurzfassung oder ganzen Beitrag?

    Ich lese lieber den ganzen Beitrag im Feedreader. Wenn ich etwas zum Thema zu sagen habe, klicke ich auch weiter zur Webseite und kommentiere.

  8. Denkst du das Feeds in naher Zukunft die Zeitungen ersetzen werden?

    Persönlich lese ich eh keine Zeitung, sondern informiere mich über das Fernsehen, oder das Internet. Ich denke aber nicht, dass Feeds je die Zeitungen ersetzen werden.

  9. Schätzfrage: Wie viel Prozent der Internetbenutzer im deutsprachigen Raum abonnieren Feeds?

    Weniger als 1% denke ich mal. „RSS“, „Feed“ oder „Blog“ sind für viele 08/15 Internetnutzer (und das sind nun mal die meisten) immer noch Fremdwörter.

Rakuten kommt nach Luxemburg

RakutenNach eBay Europe, Skype, und PayPal etabliert nun auch Rakuten seinen europäischen Sitz in Luxemburg. Rakuten? Das ist ein großer japanischer E-Commerce-Anbieter, der unter anderem Japans größte Online-Handelsplattform Rakuten Ichiba betreibt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit fast 4.000 Mitarbeiter. In Luxemburg sollen durch Rakuten 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden (die wahrscheinlich eh wieder alle von Grenzgängern besetzt werden).

Bei den Nachrichten im Radio berichtete man heute Morgen, dass Rakuten angeblich nicht wegen den steuerlichen Vorteilen, oder der günstigen Mehrwertsteuer nach Luxemburg kommt. Hmm … weshalb kommen die dann in unser „Steuerparadies“?

Näheres über die Hintergründe kann man bei Wort (de) und Tageblatt (fr) nachlesen

Linksys WAG200G und ADSL der luxemburger Post

Linksys WAG200GBisher nutzte ich das ADSL Modem von Alcatel (Speed Touch Home), welches ich bei der Installation von der Luxemburger Post vor rund 4 Jahren erhalten habe, in Verbindung mit einem Linksys Wireless (11b) Router, um mit meinem Laptop ins Internet zu kommen. Aufgrund der fehlenden WAP Verschlüsselung, der recht schwachen Sendeleistung, sowie der geringen Transferrate von 11 MBit/s des Routers, entschloss ich, dass es endlich Zeit für ein neues Gerät wird. Bei der Gelegenheit habe ich mich für einen kombinierten Wireless Router mit ADSL Modem von Linksys, Modell WAG200G, entschieden. Erspart mir ein Gerät, Kabelsalat, und außerdem Strom. Leider musste ich aber feststellen, dass dieses Unterfangen lange nicht so einfach war wie geplant.

Tag 1: Kauf des Routers. Erstes Problem: ISDN oder analoges Modem? Da ich mir nicht sicher war, da wir zwar einen ISDN Anschluss haben, aber analoge Telefone, habe ich beim Verkäufer nachgefragt. Der war sich zwar auch nicht sicher, meinte aber dass man bei einem ISDN Anschluss wohl auch ein ISDN Modem bräuchte. Ok, also die ISDN Variante gekauft.
Zuhause angekommen, zweites Problem: Das Modem des Routers besitzt einen RJ-45 Anschluss, der Splitter der Telefonanlage einen RJ-11. Das mitgelieferte Kabel passte also nicht am Splitter, und der direkte ISDN Anschluss an der Anlage funktioniert nicht mit dem Modem. Vielleicht muss also doch ein analoges Modem her?

Tag 2: Umtausch der ISDN Version gegen eine analoge Version. Um es kurz zu machen, es funktionierte natürlich nicht. Also habe ich bei der Helpline der Post angerufen, um dann zu erfahren, dass ich sehr wohl einen ISDN Anschluss besitze, und deshalb auch ein ISDN Modem brauche. Weshalb mein Splitter allerdings einen RJ-11 anstatt des, für ISDN typischen, RJ-45 Anschlusses besitzt, konnte mir die Dame am Telefon aber auch nicht erklären. Auf jeden Fall bräuchte ich aber ein ISDN Modem.

Tag 3: Rückgabe der analogen Version des Routers. Langsam wird es peinlich, aber der Herr der Informatik-Abteilung der großen Supermarkt-Kette nimmt das Gerät ohne Probleme zurück. Jetzt wollte ich erstmal bei der Post nachfragen, ob ich wohl einen neuen Splitter benötige, oder ob es denn überhaupt möglich sei, dieses Modell für ihren ADSL Anschluss zu verwenden. Natürlich war der Laden aber schon zu, als ich dort antanzte.

Tag 4: Ab zur Post. Ich hatte zur Sicherheit meinen Splitter mitgenommen, damit sie sich ein Bild machen können, welchen Splitter ich nun wirklich besitze. Und in der Tat präsentierte die freundliche Dame mir ein neues Modell, welches ausschließlich mit RJ-45 Anschlüssen versehen war. Sie hat mir dann aber erstmal nur ein Adapterkabel, mit einem RJ-45 und einem RJ-11 Anschluss, mitgegeben. Anschließend zurück zum Supermarkt um wieder mal die ISDN Version des Linksys Routers zu kaufen (hoffentlich sieht mich der Verkäufer nicht *duckundweg*).
Zuhause angekommen, funktionierte die ADSL Verbindung natürlich immer noch nicht! Langsam war ich am Verzweifeln. Letzte Chance also dann doch den neuen Splitter testen.

Tag 5: Der neue Splitter. Wieder ab zur Téléboutique der Post. Die Dame hat mir gleich das komplette ADSL Starterkit, inklusive Splitter, 3 Kabeln und Adapter, mitgegeben. Zu meiner Verwunderung war das Kit, wie auch schon das Kabel am Tag zuvor, kostenlos.
Wieder zuhause, erstmal den neuen Splitter mit dem alten Modem getestet. Dies funktionierte auf Anhieb. Dann stöpselte ich das Linksys Modem an den Splitter, und siehe da: Taaddaaaaaa! Es funktioniert!
Da das neue Kabel vom Telefonanschluss bis zum Splitter aber gut 20 cm zu kurz war, um es sauber im Büro zu verlegen, entschloss ich mich den alten Splitter dann nochmal mit einem der neuen Kabel aus dem Starterkit zu testen. Und siehe da, jetzt funktionierte das Gerät auch mit dem alten Splitter. Das Problem war also schlussendlich das Kabel.

Was für eine Odyssee! Na gut, die Umtausch Aktion hätte ich mir auch sparen können, wenn ich mich vorher informiert hätte, ob ich nun eine ISDN oder eine analoge Version bräuchte. Zum Glück verlief das Umtauschen aber ohne Probleme, und auch die Post muss ich hier mal für ihren guten Service loben (mal abgesehen von dem wohl falschen Kabel, welches ich zuerst erhalten habe).

Zum Linksys Gerät selbst bleibt zu sagen, dass die Konfiguration recht einfach ist. Die Signalstärke ist allerdings nicht bedeutend besser als der alte Router. Ansonsten ist das Teil äußerst kompakt und nimmt deutlich weniger Platz, als die alten Geräte, auf dem Bürotisch ein.

Irgendwie schon peinlich wenn man als Diplom-Ingenieur im Bereich Informatik, es nicht rund bringt einen banalen Router auf Anhieb zum Laufen zu bringen :)