Linksys WAG200G und ADSL der luxemburger Post

Linksys WAG200GBisher nutzte ich das Modem von Alcatel (Speed Touch Home), welches ich bei der Installation von der Luxemburger Post vor rund 4 Jahren erhalten habe, in Verbindung mit einem Linksys Wireless (11b) Router, um mit meinem Laptop ins zu kommen. Aufgrund der fehlenden WAP Verschlüsselung, der recht schwachen Sendeleistung, sowie der geringen Transferrate von 11 MBit/s des Routers, entschloss ich, dass es endlich Zeit für ein neues Gerät wird. Bei der Gelegenheit habe ich mich für einen kombinierten Wireless Router mit Modem von Linksys, Modell WAG200G, entschieden. Erspart mir ein Gerät, Kabelsalat, und außerdem Strom. Leider musste ich aber feststellen, dass dieses Unterfangen lange nicht so einfach war wie geplant.

Tag 1: Kauf des Routers. Erstes Problem: ISDN oder analoges Modem? Da ich mir nicht sicher war, da wir zwar einen ISDN Anschluss haben, aber analoge Telefone, habe ich beim Verkäufer nachgefragt. Der war sich zwar auch nicht sicher, meinte aber dass man bei einem ISDN Anschluss wohl auch ein ISDN Modem bräuchte. Ok, also die ISDN Variante gekauft.
Zuhause angekommen, zweites Problem: Das Modem des Routers besitzt einen RJ-45 Anschluss, der Splitter der Telefonanlage einen RJ-11. Das mitgelieferte Kabel passte also nicht am Splitter, und der direkte ISDN Anschluss an der Anlage funktioniert nicht mit dem Modem. Vielleicht muss also doch ein analoges Modem her?

Tag 2: Umtausch der ISDN Version gegen eine analoge Version. Um es kurz zu machen, es funktionierte natürlich nicht. Also habe ich bei der Helpline der Post angerufen, um dann zu erfahren, dass ich sehr wohl einen ISDN Anschluss besitze, und deshalb auch ein ISDN Modem brauche. Weshalb mein Splitter allerdings einen RJ-11 anstatt des, für ISDN typischen, RJ-45 Anschlusses besitzt, konnte mir die Dame am Telefon aber auch nicht erklären. Auf jeden Fall bräuchte ich aber ein ISDN Modem.

Tag 3: Rückgabe der analogen Version des Routers. Langsam wird es peinlich, aber der Herr der Informatik-Abteilung der großen Supermarkt-Kette nimmt das Gerät ohne Probleme zurück. Jetzt wollte ich erstmal bei der Post nachfragen, ob ich wohl einen neuen Splitter benötige, oder ob es denn überhaupt möglich sei, dieses Modell für ihren ADSL Anschluss zu verwenden. Natürlich war der Laden aber schon zu, als ich dort antanzte.

Tag 4: Ab zur Post. Ich hatte zur Sicherheit meinen Splitter mitgenommen, damit sie sich ein Bild machen können, welchen Splitter ich nun wirklich besitze. Und in der Tat präsentierte die freundliche Dame mir ein neues Modell, welches ausschließlich mit RJ-45 Anschlüssen versehen war. Sie hat mir dann aber erstmal nur ein Adapterkabel, mit einem RJ-45 und einem RJ-11 Anschluss, mitgegeben. Anschließend zurück zum Supermarkt um wieder mal die ISDN Version des Linksys Routers zu kaufen (hoffentlich sieht mich der Verkäufer nicht *duckundweg*).
Zuhause angekommen, funktionierte die ADSL Verbindung natürlich immer noch nicht! Langsam war ich am Verzweifeln. Letzte Chance also dann doch den neuen Splitter testen.

Tag 5: Der neue Splitter. Wieder ab zur Téléboutique der Post. Die Dame hat mir gleich das komplette ADSL Starterkit, inklusive Splitter, 3 Kabeln und Adapter, mitgegeben. Zu meiner Verwunderung war das Kit, wie auch schon das Kabel am Tag zuvor, kostenlos.
Wieder zuhause, erstmal den neuen Splitter mit dem alten Modem getestet. Dies funktionierte auf Anhieb. Dann stöpselte ich das Linksys Modem an den Splitter, und siehe da: Taaddaaaaaa! Es funktioniert!
Da das neue Kabel vom Telefonanschluss bis zum Splitter aber gut 20 cm zu kurz war, um es sauber im Büro zu verlegen, entschloss ich mich den alten Splitter dann nochmal mit einem der neuen Kabel aus dem Starterkit zu testen. Und siehe da, jetzt funktionierte das Gerät auch mit dem alten Splitter. Das Problem war also schlussendlich das Kabel.

Was für eine Odyssee! Na gut, die Umtausch Aktion hätte ich mir auch sparen können, wenn ich mich vorher informiert hätte, ob ich nun eine ISDN oder eine analoge Version bräuchte. Zum Glück verlief das Umtauschen aber ohne Probleme, und auch die Post muss ich hier mal für ihren guten Service loben (mal abgesehen von dem wohl falschen Kabel, welches ich zuerst erhalten habe).

Zum Linksys Gerät selbst bleibt zu sagen, dass die Konfiguration recht einfach ist. Die Signalstärke ist allerdings nicht bedeutend besser als der alte Router. Ansonsten ist das Teil äußerst kompakt und nimmt deutlich weniger Platz, als die alten Geräte, auf dem Bürotisch ein.

Irgendwie schon peinlich wenn man als Diplom-Ingenieur im Bereich Informatik, es nicht rund bringt einen banalen Router auf Anhieb zum Laufen zu bringen :)

2 comments

  1. Politicsx sagt:

    Da kann ich dir nur Coditel empfehlen.Habe bei denendas Paket 3in 1 also Telefon Internet und Fernsehen über Kabel, bin sehr zufrieden damit.

    Sogar meinen wireless routerr kann ich noch benutzen, obwohl ich jetzt über Fernsehkabel ins Internet gehe.

  2. Sven sagt:

    Naja, mit Coditel kann ich mich auch nicht anfreunden. Die wollten bei Bau des Wohngebäudes in dem wir nun leben, jedem Besitzer rund 800 Euro für den TV-Anschluss abknüpfen, obwohl die nur eine einzige Leitung ins Gebäude legen. Anschliessend berechnen sie über 130 Euro pro Anschluss in der Wohnung, den sie freischalten. Das sind doch Wucherpreise :(

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